Leben mit Osteoporose

Was tun bei Osteoporose?

Das Leben mit Osteoporose ist auch eine Frage der Erfahrung. Wer sich umfassend über seine Erkrankung informiert, wird viele Möglichkeiten entdecken, die eigene Gesundheit zu fördern und seine Lebensqualität zu verbessern. Sei es, um Schmerzen zu lindern oder Knochenbrüchen vorzubeugen.


Die richtige Ernährung

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für den Aufbau und die Stabilität des Knochengewebes. Eine besondere Rolle spielen dabei Kalzium und Vitamin D. Vitamin D sorgt unter anderem dafür, dass Kalzium aus dem Darm aufgenommen und in den Knochen eingebaut wird.

Im Sommer wird Vitamin D unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet. In den dunklen Wintermonaten ist dies eingeschränkt. Dann können Fischsorten wie Hering, Lachs oder Aal zur Versorgung beitragen oder auch einige Pilze wie Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons.


Regelmäßiger Sport

Aus verständlichen Gründen haben viele Osteoporose-Patienten Angst, sich im Alltag zu verletzen. Diese Vorsicht sollte jedoch nicht zu einer eingeschränkten körperlichen Aktivität führen. Im Gegenteil, regelmäßiger Sport kann entscheidend zu einem positiven Krankheitsverlauf beitragen bzw. einer möglichen Erkrankung vorbeugen. Körperliches Training stärkt die Muskeln, löst Verspannungen und fördert den Aufbau von Knochenmasse.

Wer ausreichend Sport betreibt, verbessert außerdem seine Beweglichkeit und schult seinen Gleichgewichtssinn. Beides sind wichtige Kriterien, um gangsicherer zu werden und die allgemeine Sturzgefahr zu senken. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Gymnastik, Schwimmen, Wandern oder Walking. Ein Tipp: In der Gruppe trainiert es sich meist leichter als allein.


Persönliche Gefahrenvorsorge

Stolperfallen im Alltag gibt es viele: Eine Falte im Teppich, lose Kabel am Boden oder auch eine Teppichkante. Aber auch glatte oder nasse Fliesen können Stürze begünstigen, ebenso fehlende oder wackelige Geländer. Und zu guter Letzt: Die Schuhe müssen gerade bei sturzgefährdeten Menschen den Füßen sicheren Halt geben.


Die richtige Kleidung

Korsagen, Orthesen oder Bandagen, die über oder unter der Kleidung getragen werden, können typische Osteoporose-Symptome wie Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen lindern.


Zusammen stark

Wer an Osteoporose erkrankt, ist nicht alleine. Neben Freunden, der Familie und dem behandelnden Arzt können auch Selbsthilfegruppen eine große Unterstützung bieten. Betroffene können sich hier austauschen und erhalten zusätzliche Informationen und Anregungen. Als erste Anlaufstelle empfehlen sich beispielsweise der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) oder der Bundesselbsthilfeverband Gesunde Knochen (BGK)


Quelle:
1 Hadji P et al. Deutsches Ärzteblatt 2013;110(4):52-57