Unterschätzte Erkrankung

Was ist Osteoporose?

Osteoporose – auch Knochenschwund genannt – ist eine chronische Erkrankung, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau und -abbau gestört ist. Das führt zu einer Verringerung der Knochenmasse und somit zur Instabilität des gesamten Knochengewebes. Sprich: Die Knochen werden poröser und anfälliger für Frakturen. Wie der Dachverband Osteologie e.V. (DVO) betont, betrifft Osteoporose keineswegs nur einzelne Knochen, sondern das komplette Skelettsystem.

Quellen:
1 Hadji P et al. Deutsches Ärzteblatt 2013;110(4):52-57
Amgen-Studie „Einstellungen zu Prävention und neuen Therapieansätzen“, Marktforschungsinstitut Toluna, August 2018
Ström O et al. Arch Osteoporos 2011;6:59-155


Unbekannte Volkskrankheit

Obwohl in Deutschland bereits über sechs Millionen Menschen an Osteoporose leiden, wird der Krankheit immer noch zu wenig Beachtung geschenkt. Häufig wird sie gar nicht oder zu spät diagnostiziert. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass Osteoporose meist schleichend beginnt und anfangs kaum zu Beschwerden führt. Für die Betroffenen kann dies allerdings fatale Folgen haben: Je später die Osteoporose erkannt wird, desto höher ist der Verlust an Knochenmasse und umso schwieriger wird die Therapie. Als Folge von Knochenbrüchen kann es zu chronischen Schmerzen kommen.


Woran lässt sich Osteoporose erkennen?

Erste Anzeichen einer Osteoporose können Rückenschmerzen sein. Dauern diese Beschwerden länger an und sind bereits Familienmitglieder an einer Osteoporose erkrankt, sollte eine Osteoporose als Ursache abgeklärt werden. Zwei weitere Symptome sind deutliche Warnsignale:

Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass

Knochenbrüche ohne äußere starke Krafteinwirkung, zum Beispiel beim Heben von Gegenständen, können ein Anzeichen von Osteoporose sein.

Verringerung der Körpergröße

Osteoporose kann zu einer Verkürzung der Wirbelsäule führen. Die Verringerung der Körpergröße kann somit ein deutlicher Hinweis auf eine fortgeschrittene Osteoporose-Erkrankung sein. (Betroffene büßen teilweise bis zu 20 cm ihrer Körpergröße ein.)

Quellen:
1 Hadji P et al. Deutsches Ärzteblatt 2013;110(4):52-57
El Masry, Chaled; Ruf, Kathrin: Osteoporose: Vorbeugen und ganzheitlich behandeln, München 2013, S. 46
Internisten im Netz; Abgerufen unter: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/osteoporose/ursachen/ (Stand: 15.11.2017)